DVSM-Nachwuchssymposium in Weimar

 

»Musicology in Times of Trouble«

Musik und Wissenschaft in Zeiten von Krankheit, Krieg und Krisen

 

31. März bis 2. April 2023

 

Call for Papers

 

Der Dachverband der Studierenden der Musikwissenschaften e. V. (DVSM) hat es sich zur Aufgabe gemacht, studentische Forschung zu fördern und die Vernetzung der Studierenden des Fachs im gesamten deutschsprachigen Raum voranzutreiben. Eines der wichtigsten Instrumente dafür ist das vom Verein initiierte DVSM-Nachwuchssymposium. Dieses bietet die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, neue Perspektiven auf das Fach kennenzulernen, aber auch das Geschehen auf einer Tagung in einem geschützten Rahmen zu ›üben‹. Gegen Ende der kommenden Semesterferien lädt die Fachschaft des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena Studierende und Promovierende aller Semester zu sich ein. Mit diesem Call for Papers möchten wir unser Thema vorstellen und zeigen, wie ihr euch einbringen könnt!

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Klimawandel, Coronapandemie, Afghanistan, Ukraine-Krieg … – die Nachrichten über die Krisen unserer Zeit überschlagen sich in den letzten Jahren und ziehen nicht folgenlos an allen Arten von Musik vorbei. Bereits heute zwingt die Veränderung unseres Klimas jährlich rund 20 Millionen Menschen weltweit zur Flucht, die ihre Musikkulturen in ihre neue Heimat mitbringen. Im Jahr 2020 brachte die Corona-Pandemie schlagartig den Kulturbetrieb zum Erliegen und gefährdete oder zerstörte gar die Existenzgrundlage zahlreicher Kulturschaffender. Krieg und Verfolgung in Afghanistan und in der Ukraine zerstören für die kulturelle Identität der Menschen essentielle Archive und Kulturerbestätten und bedrohen ebenso die lebendige Kultur. Diese Liste könnte noch um unzählige weitere Punkte ergänzt werden. 

Wie geht die Musikwissenschaft mit diesen Problemen unserer Zeit um? Timothy Rice stellte bereits 2014 in seinem Artikel »Ethnomusicology in Times of Trouble« fest, dass das Fach anderen Disziplinen hinterherhinkt, die sich schon länger mit den Krisen der Gegenwart beschäftigen, wie etwa die Anthropologie bereits seit den 1990er Jahren. Liegt es an den positiven Assoziationen, die man gemeinhin mit Musik verbindet, wie Rice vermutet? Der Autor skizziert sechs Themenfelder, in denen Musik auf die Probleme des 21. Jahrhunderts trifft:

  1. Musik, Krieg und Konflikt
  2. Musik, Flucht und Minderheitenforschung
  3. Musik, Krankheit und Heilung
  4. Musik in Katastrophensituationen
  5. Musik, Gewalt und Armut
  6. Musik, Klimawandel und Umwelt

In krisenhaften Situationen kann Musik ein Mittel sein, um Erfahrungen zu verarbeiten und Mut zu schöpfen. Sie kann aber auch als Waffe gebraucht werden, um Opponenten zu demoralisieren oder Macht zu demonstrieren. Die beabsichtigte Funktion kann sich in der musikalischen Gestaltung niederschlagen, muss aber in der Musik selbst nicht zwangsläufig analytisch nachweisbar sein. 

 

Mit welchen der genannten Aspekte kann und soll sich die Musikwissenschaft konkret auseinandersetzen? Auf welche Weise kann sie dabei einen gesellschaftsrelevanten Beitrag leisten? Und wo gerät sie vielleicht auch an ihre Grenzen? Steckt die Musikwissenschaft möglicherweise selbst in einer ›Krise‹ oder nur in einem ›Wandel‹, wenn der Ruf nach Diversifizierung immer lauter wird und zum Teil die Sorge wächst, dass sie ihre traditionellen Kompetenzen zugunsten von neuen Ansätzen und Themen zu sehr vernachlässigt?

Diese, aber auch weitere Fragen- und Problemstellungen zum Thema sollen aus den Perspektiven aller musikwissenschaftlichen Teilbereiche beleuchtet werden. Folgende Formate stehen für die Beiträge zur Auswahl:

  • Vortragregulär: 20 Min. Vortrag + 10 Min. Diskussion / extended: 30 Min. Vortrag + 15 Min. Diskussion (bitte bei der Einreichung angeben)
  • Battaglia: Streitgespräch zwischen zwei oder mehr Personen, die verschiedene Sichtweisen auf ein Problem vorstellen (20 Min. Battaglia + 25 Min. Diskussion)
  • Poster: 5–10 Min. Postervorstellung und Beantwortung individueller Fragen zum Poster während der Poster-Session
  • Podiumsdiskussion: Moderierte Debatte ausgewählter Personen über eine Fragestellung (30 Min. Debatte + 15 Min. Diskussion mit Publikum)
  • Workshop: Praktische Übung passend zum Thema oder bspw. zur Wissenschaftsvermittlung o. ä. (90 Min.)
  • Bericht: Berichte von Exkursionen, Forschungsprojekten oder Tagungen mit thematischem Bezug 15–20 Min.

 

Auf Anfrage sind ggf. weitere Formate möglich. Beiträge einreichen können Studierende aller Qualifikationsstufen vom Bachelor bis zur Promotion. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Studierende, die sich noch in einer frühen Phase ihres Studiums befinden, sind besonders zur Teilnahme aufgerufen und können auf Wunsch Feedback zu ihrem Abstract erhalten. 

 

Sendet einen Abstract, in welchem ihr euer Thema vorstellt (maximal 500 Wörter), sowie eine Kurzbiographie von euch (maximal 150 Wörter) bis zum 15. Januar 2023an fsrmuwi@hfm-weimar.de. Die Ergebnisse der Begutachtung aller eingereichten Abstracts werden am Monatsende bekanntgegeben. Bitte gebt auch an, welches Format euer Beitrag haben soll. In begründeten Ausnahmefällen wird auch eine digitale Teilnahme möglich sein. Uns würde es sehr freuen, euch in Weimar persönlich willkommen zu heißen!

Klimakrise

Wir genießen den wärmsten Oktober seit Messbeginn. Noch. Wir wissen, dass dies ein Warnsignal für eine schleichende, aber katastrophale Entwicklung ist. Und dennoch verharren wir in mehr oder weniger lieb gewonnenen Gewohnheiten. Wie lange noch? Auf den ersten Blick verstören die öffentlichen Interventionen von aktivistische Gruppierungen wie „Extinction Rebellion” oder „Letzte Generation“. Der zweite Blick offenbart: Es geht um viel. Um Wesentliches. Was können wir tun?

“We have the choice: Collective action or collective suicide.” António Guterres (2022)
Generalsektretär der Vereinten Nationen

Die Klimakrise hat anthropogene Ursachen und menschliches Handeln kann der Krise gegensteuern. Wir selbst sind uns oft im Weg, aber auch fähig zu handeln. Wege, wie wir wirkmächtig aus der Ohnmacht und Argumentationsfalle kommen, zeigt die Präsentation der Scientists for Future (S4F) zu den Psychologischen Aspekten der Klimakrise (siehe anbei). Erstaunliche Phänomene und erstaunlich vertraut. 

Von 7. bis 11. November findet wieder die „Open your Course 4 Climate Crisis” (OC4CC) Aktionswoche der S4F in ganz Österreich statt, wo Nachhaltigkeit und Klimawandel von Lehrenden, Forschenden und Studierenden in diversen LVAs fachspezifisch thematisiert werden sollen. Keine Disziplin bleibt unberührt.

Zeitgleich findet kommende Woche die Sustainability Week in Salzburg statt. Ich darf Sie bitten, die Infos unter Ihren Kolleg*innen zu streuen. Sie sind herzlich eingeladen an den Aktionen teilzunehmen. 

Die OC4CC findet jedes Semester statt und kann schon fest in das Studienjahr integriert werden. 
Die nächsten Daten sind:
SS 23: 8. – 12.5.2023
WS 23/24: 6. – 10.11.2023

Ich freue mich über Ihre Rückmeldungen und Reaktionen, sollten Sie die Thematik in Ihren Lehrveranstaltungen integrieren. Bei Interesse können wir gerne in den nachfolgenden Aktionswochen spezifische Angebote am Haus organisieren und Unterstützung anbieten.

Liebe Grüße

Maria Kalleitner-Huber

DI Maria Kalleitner-Huber

Beauftragte für Nachhaltigkeit

Umweltmanagement

Universität Mozarteum Salzburg

Mirabellplatz 1

5020 Salzburg

Umfrage

Du hast gerade ein Pflichtpraktikum, einen Ferialjob oder ein Volontariat gemacht und konntest auf diese Weise deine ersten Berufserfahrungen sammeln? Perfekt! Die Arbeiterkammer Salzburg – deine gesetzliche Interessenvertretung, wenn es um arbeitsrechtliche Fragen oder Konsumentenschutz geht – ist neugierig und hat ein paar Fragen an dich! Mit deinem Feedback hilfst du, die Angebote für Jugendliche auszubauen sowie die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern. Das Beste daran ist aber: Du kannst am Ende auch noch etwas gewinnen!  

Also schnell an der Umfrage teilnehmen – die Umfrage dauert max. 10 Minuten – und beim Gewinnspiel mitmachen! Wir drücken dir die Daumen.

Zur Umfrage: www.akyoung.at/umfrage


Tobias Neugebauer, LLB.oec. 
Bildung, Jugend und Kultur
Referent Jugend- und Lehrlingsschutz

 

Arbeiterkammer Salzburg 
Markus-Sittikus-Str. 10, 5020 Salzburg

T: +43(0)662 86 87-421
F: +43(0)662 86 87-430
tobias.neugebauer@ak-salzburg.at
www.ak-salzburg.at

Vorspiel für Substitutinnen und Substituten

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir uns an Sie wenden und um Unterstützung für die Bekanntmachung unseres Vorspiels für zukünftige Substitutinnen und Substituten im Orchester der Wiener Staatsoper ersuchen.

Dürfen wir Sie bitten, folgende Informationen an die Lehrerinnen und Lehrer Ihrer Kontrabassklassen sowie an die Studierenden weiterzuleiten:

Vorspiel für Substitutinnen und Substituten mit deutscher Bogenhaltung

Termin: Montag, 05.12.2022 Vormittag. Die genaue Beginnzeit wird mit der Einladung bekanntgegeben.

Ort: Wiener Staatsoper 

Programm: Der 1. Satz aus einem Kontrabasskonzert freier Wahl (mit Kadenz). Dazu die Orchesterstellen von L.v. Beethoven Sinfonie Nr. IX – Rezitativ, W.A. Mozart Sinfonie Nr. 40 in g-Moll sowie G. Verdi Otello

Anmeldeschluss: 13. November 2022 – die Einladungen zum Vorspiel erfolgen nach dem 13. November

Die Bewerberinnen und Bewerber sollten ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz in Wien bzw. der näheren Umgebung haben und über entsprechende Orchestererfahrung verfügen. Dies ist ein Vorspiel für gelegentliche Aushilfstätigkeiten im Orchester der Wiener Staatsoper, kein fixes Engagement.

Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich sehr gerne unter Betriebsrat.Orchester@wiener-staatsoper.at zur Verfügung. 

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, mit freundlichen Grüßen!

Mag. Regina Schmallegger

Betriebsrat des nichtdarst. künstler. Personals
Wiener Staatsopernorchester
Wiener Staatsoper Ges.m.b.H.
Tel: +43/1/51444/2574
Fax: +43/1/ 51444/2581

betriebsrat.orchester@wiener-staatsoper.at